Warum sind die Landschaften an der Po-Mündung jederzeit eine Reise wert ?

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Natur und Kultur in jeder Menge , aber auch eine hochwertige Gastronomie und vielfältige Erholungsmöglichkeiten warten auf den Besucher des "Polesine" . Die Feuchtgebiete im Delta del Po nahe der Provinzhauptstadt Rovigo mit ihrer vielfältigen Fauna sind durch die faszinierende Allgegenwart malerischer Flussbecken und Meerwasserflächen geprägt. Dank der von Po, Adige, Brenta und deren Nebenflüssen angeschwemmten Kulturböden hat sich hier der Gemüseanbau durchgesetzt. Am Ende einer Jahrhunderte langen Entwicklung stehen heute nährstoffreiche Qualitätsprodukte mit zertifizierter Ursprungsbezeichnung: Aglio Bianco Polesano (Knoblauch), Insalata di Lusia (Kopfsalat), Riso del Delta del Po (Reis) und Radicchio di Chioggia (Roter Salat) . Aufgrund der mineralreichen Böden und der reichlichen Wasservorräte treffen sie auf ideale Wachstumbedingugnen. Ein lange haltbarer kaum riechender Knoblauch, ein vitaminreicher knackiger Salat, ein besonders kochfester Reis und ein gegen die Zellalterung wirkender leicht bitterer Radicchio sind das Ergebnis. PICT1139
Neben einer flächendeckenden Fischerei hinzukommen die an den Flussmündungen angesiedelten Zuchtanlagen für Mies- und Venusmuscheln, die sich neben ihrer Kalorienarmut und hohen Verdaulichkeit durch einen hohen Gehalt an Proteinen und ungesättigten Fettsäuren auszeichnen. Einzelheiten über die Geschöpfe dieser Kulturlandschaft und ihre Geschichte können im Museo di Grandi Fiumi nachvollzogen werden. Besondere Anziehungspunkte sind die von dem mittelalterlichen Architekten Andrea Palladio entworfene Villa Badoer, der achteckige Tempio della Beata Vergine und das auf die Welt der Fahrgeschäfte spezialisierte Museo della Giostra . Als pittoreske Ausgangs- und Ruhepunkte dienen die zahlreichen durch stilechte Renovierungen auf Feriengäste eingestellten alten Gutshöfe (Agriturismi). Angesagt ist ein auf Nachhaltigkeit ausgelegter sanfter Tourismus, der sich an den Eigenheiten der Natur orientiert und die Bezeichnung "slow" nicht nur als trendiges Modewort betrachtet. Pferd , Boot und Fahrrad , aber auch die motorische Kraft der eigenen Beine dominieren als Fortbewegungsmittel.
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In Sachen Zweirad steht jetzt sogar ein Europa-Rekord vor der Tür: Ein von den Alpen über den Gardasee bis ans Meer reichendes überregionales Projekt sieht die Einrichtung eines 1.600 km langen Radweges vor. Wer möglichst viele Freizeitangebote unmittelbar vor der Haustüre haben willl, mietet sich in einem Hotel, Haus oder Appartement auf der Isola di Albarella ein, die neben einem weitläufigen Badestrand über Tennis-, Reit-, Golf- und andere Sportanlagen verfügt. Am Abend lässt sich beim Genuss der "Cozze alla Marinara" oder der "Vongole alla Polesana" - beide mit ordentlich Knoblauch, Petersilie und Weisswein gewürzt - auch der schlimmste Alltagsstress vergessen.

Das Rezept des Monats

Risotto alla Pescatora (Liguria)
risotto-pescatoraZutaten : 320 g Reis, jeweils 500 g Miesmuscheln, Venusmuscheln, Krabben , Tintenfisch, 250 ml Gemüsebrühe, 1/2 Glas Weisswein, Knoblauchzehe, Olivenöl, frische Petersilie, Salz , Pfeffer
Zubereitung: Muscheln säubern und abkochen, aus der Schale entfernen, Sud in Schüssel aufbewahren, Pfanne mit Knoblauch einreiben, Tintenfisch in Scheiben schneiden, zusammen mit Krabben schmoren, Reis dazugeben, mit Weisswein anrösten, zusammen in Gemüsebrühe und Muschelsud garen, Meeresfrüchte hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie garnieren, Buon appetito !

Warum sind Riesenkreuzfahrtschiffe in Venedig nicht mehr haltbar ?

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Antworten bei
http://www.pressetext.com/news/20140610001

Warum tritt Italien seit Jahren auf der Stelle ?

Solche treffsichere Beitraege ueber die Missstaende in Italien wie dieser aus dem Wall Street Journal haben Seltenheitswert ...... deshalb den vollen Wortlaut (altro che Berlusca) :

Auguri-Italia
FLORENZ—Bernardo Caprotti steckte voll Tatendrang. Der 45-jährige Unternehmer kaufte am Stadtrand von Florenz ein Stück Land, um darauf einen neuen Supermarkt zu bauen. Vor kurzem wurde ihm die Baugenehmigung für das Vorhaben erteilt. Caprotti ist inzwischen allerdings schon 88 Jahre alt.

Seit 1971 lag der Chef der Mailänder Einzelhandelskette Esselunga mit den städtischen Bürokraten im Clinch. Immer neue Hürden bauten die Behörden vor ihm auf. Mit dem Supermarkt fließe zu viel Verkehr durch das Viertel, brachten sie vor. Die architektonische Ausgestaltung passte den Beamten nicht, und überhaupt liege das Gebäude viel zu nah an einem mittelalterlichen Kloster, monierten sie. „Es ist so schwierig und kompliziert geworden, in Italien ein Geschäft zu führen", resümiert Caprotti. „So kann Italien nicht weiter machen. Entweder wir ändern uns, oder wir landen in der Sackgasse."

Dass Caprotti ein halbes Leben darauf warten musste, einen Laden eröffnen zu können, ist nur ein kleines Beispiel für ein großes und hartnäckiges Problem in Italien. Wie einige andere europäische Länder kämpft auch Italien damit, einen Wandel herbeizuführen und wirtschaftlich schnell genug zu wachsen, um seine lang anhaltende Schuldenkrise zu überwinden.

Das Beharrungsvermögen bestimmter Interessensgruppen und eingefahrene Gewohnheiten verstärken sich in Europa seit Jahrzehnten. Ihre Wucht drängt einst dynamische Volkswirtschaften auf die Kriechspur ab. Die alten Fahrrillen sind mittlerweile so tief eingekerbt, dass ein Verlassen der gewohnten Bahnen schwierig geworden ist. Von den Bürokraten über die Unternehmer, von den Gewerkschaftlern bis hin zu den Rentnern vertreten die unterschiedlichsten Lobbygruppen vehement und nachdrücklich den Status Quo. Selbst wenn damit schon längst niemand mehr glücklich ist.

Sechs Jahre lang dümpelte die Eurozone mit ihren 18 Mitgliedsnationen in der wirtschaftlichen Flaute vor sich hin. Nun bewegt sich der Währungsverbund, Italien eingeschlossen, langsam aus der Talsohle. Optimisten sprechen schon davon, dass die Krise Europa aus ihren Fängen entlässt. Angesichts der Schwierigkeiten allerdings, mit denen die Länder bei der wirtschaftlichen Erneuerung konfrontiert sind, setzt sich bei Volkswirten und Unternehmenschefs eine ernüchternde Erkenntnis durch: Die Krise wurde nicht gelöst. Sie hat sich nur von einem akuten Anfall in einen chronischen Zustand verwandelt.

Eurozone hinkt weiter hinterher

Eine kraftlose Erholung nach einem langen Niedergang, sich bis zum Himmel türmende Schulden und eine hohe Arbeitslosigkeit versetzen Europa in die missliche Lage, möglicherweise ein verlorenes Jahrzehnt durchleiden zu müssen. Ein Jahrzehnt, in dem es für die Europäer nur humpelnd und schrittweise vorwärts geht, während einige andere Weltregionen forschen Schrittes davon marschieren. Immer noch liegt die Wirtschaft in der Eurozone um 2,7 Prozent unter dem Niveau, das Anfang 2008 erreicht worden war.

Für viele Europäer liegt der Grund für die Malaise klar auf der Hand: Jahre der strengen Sparpolitik haben die Nachfrage zum Erliegen gebracht und den Abschwung nach 2008 nur verlängert, sind sie überzeugt. Doch einige Ökonomen und politisch Verantwortlich graben tiefer. Woran Europa eigentlich kranke, sei der langfristige Rückgang der wirtschaftlichen Wachstumsraten auf dem Kontinent, argumentieren sie. Gesellschaften, deren Bevölkerung nicht zunimmt, können nur dann nachhaltig wachsen, wenn sie ihre Produktivität oder die Effizienz der Angebotsseite der Wirtschaft erhöhen. Doch dafür ist beständiger Wandel notwendig – die Achillesferse Europas.


Seit Mitte der 1990er Jahre schon habe sich der langfristige Produktivitätszuwachs der Eurozone verlangsamt, hatte die EU-Kommission im Januar gewarnt. Und die Krisenjahre hätten die Wachstumsfähigkeit der Region weiter in Mitleidenschaft gezogen.

Der Druck, der während der Schuldenkrise entstanden war, hatte einige Euroländer wie etwa Spanien oder Griechenland dazu gezwungen, unter anderem Reformen bei den Arbeitsmarktgesetzen und in stark reglementierten Industriesektoren vorzunehmen. Doch diese Neuordnungen werden allgemein bestenfalls als Teilerfolg gewertet. Und der Reformschwung hat sich seit den wildesten Ausbrüchen der Panik auf den Finanzmärkten mittlerweile auch schon wieder weitgehend verflüchtigt.

Will man die europäischen Probleme beleuchten, eignet sich Italien als überaus prägnantes Beispiel. Das Wachstum des Landes holpert und stolpert seit 20 Jahren vor sich hin. Seit 2008 ist die italienische Wirtschaft um neun Prozent geschrumpft. Und in diesem Jahr erweist es sich für die Italiener schon als schwierig, auch nur um ein Prozent zu expandieren.

Besitzstandswahrer hintertreiben die wirtschaftliche Erneuerung

Erzielt das Land kein höheres Wachstum, wird es schwierig werden, die Staatsverschuldung von mehr als 2 Billionen Euro oder 133 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in den Griff zu bekommen. Und wenn der Schuldenberg weiter zunimmt, könnten sich die Sorgen um die Zahlungsfähigkeit Italiens wieder Bahn brechen und erneut eine Kapitalflucht auslösen, die bereits in den Jahren 2011 und 2012 den Euro in der Luft zu zerreißen drohte.

Die Hoffnungen der Italiener richten sich nun auf Matteo Renzi. Er soll Italien aus der Sackgasse manövrieren. Der umtriebige 39-jährige Ministerpräsident war quasi über Nacht in sein neues Amt gelangt. Und er hat große Pläne für sein Land. Er will die Steuern senken und der Regulierungswut einen Riegel vorschieben. Doch trotz der großen Unterstützung, die Renzi in der Öffentlichkeit genießt, zweifeln selbst viele seiner Sympathisanten daran, dass er dem Wachstum des Landes auf die Beine helfen kann.

Im Kern drehe sich das Problem darum, dass Besitzstandswahrer im privaten und öffentlichen Sektor die wirtschaftliche Erneuerung hintertreiben. Darin sind sich viele Italiener einig. Sie verhinderten den notwendigen Wandel, bei dem überkommene Verhaltensweisen durch neue, wirksamere Ansätze ersetzt werden. Wiederholt schon hätten sie politische Versuche sabotiert, einen Umbau im Land auf den Weg zu bringen.

Das alles summiere sich zu „tief verwurzelten kulturellen Wachstumshindernissen", findet Professor Tito Boeri, der an der Mailänder Bocconi-Universität lehrt und zu den führenden Volkswirten Italiens zählt. „In Italien definiert sich deine Identität über deine Zugehörigkeit zu einer spezifischen Interessensgruppe", erklärt er. Daher ließen sich auch nur schwer Unterstützer für eine wie auch immer geartete Vorstellung von Allgemeinwohl mobilisieren.

Trotz ihrer beneidenswert lässigen Lebensart scheuen sich manche Italiener hartnäckig, neue Wege zu betreten. Kleinere Familienbetriebe, die unter der Fuchtel alternder Clanchefs stehen, schmettern Investoren, die von außen kommen, rundweg ab - auch wenn ihnen das Geld oder die Visionen fehlen, um dem Wettbewerb standhalten zu können. Vertreter reglementierter Berufsgruppen wie Anwälte und Apotheker wehren sich beständig mit Händen und Füßen gegen alle Versuche, ihre Kartelle aufzubrechen. Einflussreiche Bürokraten blockieren Jahre lang die Umsetzung neuer Gesetze. Und die Polit-Elite in Rom ist derart streitsüchtig, dass sich Regierungen im Schnitt kaum je länger als ein einziges Jahr in Amt und Würden halten.

Viele Familienbetriebe wollen nicht expandieren

Früher fiel das alles nicht so stark ins Gewicht. In der Nachkriegszeit wuchs die italienische Wirtschaft schnell – trotz mauernder Bürokraten, trotz der Unzahl winziger Unternehmen und trotz eines fragmentierten und oftmals korrupten politischen Systems. Aber damals war das Wachsen auch keine allzu große Kunst. Für die relativ armen Länder im Süden Europas genügte es im Großen und Ganzen, technische Errungenschaften stärker entwickelter Volkswirtschaften, wie etwa der USA, zu kopieren und sie dazu einzusetzen, Güter billig herzustellen.

Das Räderwerk einer fortgeschrittenen Volkswirtschaft in Bewegung zu setzen, erfordere dagegen einen gut funktionierenden Rechtsstaat, eine verlässliche öffentliche Verwaltung und mehr Kapital und Fachwissen, als viele Tante-Emma-Läden dies gewöhnlich vorweisen könnten, urteilt Fabiano Schivardi, ein Volkswirt an der Luiss-Universität in Rom. Er hat sich mit der Stagnation in einer ganzen Reihe von Industriezweigen in Italien auseinander gesetzt. „Unsere Institutionen waren gut genug für eine Wirtschaft, die am Aufholen war. Jetzt aber sind sie nicht mehr gut genug", sagt er.

Kulinarisch und in punkto Mode sind die Italiener kaum zu schlagen. Das beweisen einige der bekanntesten Namen der italienischen Unternehmenswelt: Prada, Ferrero und Luxottica LUX.MI -0,90% mischen weltweit erfolgreich mit. Doch nach Angaben der italienischen Notenbank Banca d'Italia beschäftigen 98 Prozent der italienischen Firmen weniger als 15 Angestellte.

Viele Eigentümer von Familienbetrieben wollten gar nicht expandieren. Sie nähmen mit der Belegschaft und den Kunden vorlieb, die sie bereits kennen und denen sie vertrauen, erklärt Matteo Bugamelli, leitender Analyst der Notenbank. „Oft steckt das gesamte Familienvermögen in der Firma. Und es besteht keine Risikobereitschaft, die zum Investieren und Wachsen aber notwendig wäre."

Dieses bescheidene Nischendasein wollte Roberto Zuccato hinter sich lassen. Dem Unternehmer aus Vicenza im wohlhabenden Nordosten Italiens schwebte vor, seiner Firma Ares Line zu größerem internationalen Einfluss zu verhelfen. Ares Line stellt Möbel für Büros und öffentliche Einrichtungen wie etwa Theater her. Die rund 90 Mitarbeiter erwirtschaften einen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro. Der Branchenführer, die US-Firma Steelcase, SCS +0,18% kann dagegen jährliche Einnahmen über umgerechnet 2,1 Milliarden Euro vorweisen.

Bürokratische Irrungen und Wirrungen

Im Jahr 2005 schloss sich Zuccato mit einer Mailänder Beteiligungsgesellschaft zusammen und plante, mit Lokalrivalen aus Italien unter dem Dach einer Holding mit einem Umsatz von 100 Millionen Euro zu fusionieren. Ausgestattet mit frischem Kapital und unter Ausnutzung der Größenvorteile wollten sie in den Aufbau einer globalen Marke investieren. Sie sollte sich den Ruf Italiens zu Nutze machen, bei elegantem Design stets die Nase vorn zu haben.

Doch für den Fusionsgedanken konnten sich nur Unternehmen erwärmen, die selbst am Taumeln waren. Andere hielten an ihrer Eigenständigkeit fest, selbst wenn sie kein Wachstum erzielten, erinnert sich Zuccato. „Die Kultur hier ist es, padrone und Herr im eigenen Haus zu sein", führt er aus. Viele Familienunternehmer „vertrauen Außenstehenden nicht und bringen lieber den eigenen Sohn ins Geschäft, auch wenn der dazu nicht sonderlich gut qualifiziert ist." Im Jahr 2009 gab die Beteiligungsgesellschaft auf. Nach fruchtlosen Verhandlungen mit etwa 20 Firmen verkaufte das Private-Equity-Haus seine Investition in Ares Line wieder an Zuccato.

Bürokratische Irrungen und Wirrungen sind ein weiterer Faktor, der die Firmen an der Expansion hindert. Die Supermarktkette Esselunga hat mehrmals vergeblich Anlauf genommen, neue Läden zu eröffnen. Gescheitert sind die Vorhaben an verweigerten Baugenehmigungen und anderen Bewilligungen. Mittlerweile hat der Einzelhändler seine Pläne für Neueröffnungen zurückgeschraubt – obwohl der seit Ewigkeiten geplante Markt in Florenz nun in diesem Herbst endlich die Pforten öffnen wird.

Was Einheimische fuchst, kann ausländische Investoren völlig aus der Fassung bringen. British Gas zum Beispiel hatte sich mehr als zehn Jahre lang bemüht, die notwendigen Genehmigungen für ein 500 Millionen Euro schweres Gasimportterminal in Süditalien einzuholen. Im Jahr 2012 warf der Energieriese schließlich entnervt das Handtuch.

Caprotti kommt dieses Problem durchaus bekannt vor. „Wenn wir heute etwas auf dem Weg bringen, kann es 15 Jahre dauern, bis es durch ist", bestätigt er. „Und dann hast du den Kürzeren gezogen, weil du feststellst, dass die Größe oder der Standort nicht mehr hinhauen."

Und auch das italienische Gerichtswesen schreckt die Unternehmer ab. Im Schnitt dauert es mehr als drei Jahre, um ganz gewöhnliche Vertragsstreitigkeiten vor Gericht beizulegen. Und weitaus länger, wenn Berufung eingelegt wird. Italiens Juristen, die ihre französischen Kollegen zahlenmäßig um das Vierfache übertreffen, haben sich bisher standhaft allen Versuchen widersetzt, ein Justizwesen zu straffen, das langwierigen Verfahren Tür und Tor öffnet. Ende 2012 standen insgesamt 9,7 Millionen Fälle aus, teilte der Internationale Währungsfonds mit.

Angst als Antrieb für das Beharren auf dem Status Quo

Ebenso reformunwillig präsentierten sich häufig die italienischen Gewerkschaften. Ihr Aufstand verhinderte über Jahre hinweg, dass die staatliche Fluglinie Alitalia ihre Arbeitskosten senken und saniert werden konnte. Erst im vergangenen Herbst, als die Pleite der Fluggesellschaft unmittelbar bevorstand, stimmten die Arbeitnehmervertreter Lohnkürzungen und flexibleren Arbeitskonditionen zu.

Oft ist Angst der Antrieb für das sture Beharren der Gewerkschaften auf dem Status Quo. Überzählige, weniger qualifizierte Arbeiter könnten sonst vielleicht für immer vom starren italienischen Arbeitsmarkt ausgesperrt bleiben, fürchten sie.

Allerdings scheint in einigen Fällen ein Lernprozess eingesetzt zu haben. Natuzzi, einer der führenden Sofaproduzenten des Landes, musste sich auch erst eine Konfrontation mit den Gewerkschaften liefern, um sich über Wasser zu halten. Nach der Einführung des Euro sah sich der Möbelhersteller zusehends den Konkurrenten aus dem Ausland ausgesetzt, die billiger produzierten. Jahrelang unternahm das Management zu wenig, um die hohen Kosten unter Kontrolle zu bekommen – selbst als sich die Verluste häuften. Im Jahr 2013 einigte sich Natuzzi schließlich mit den Gewerkschaften auf eine Senkung der Arbeitskosten und bot hunderten Mitarbeitern eine Abfindung an, um weiter in Italien produzieren zu können.

„Wir können die Tatsache nicht leugnen, dass es Schwierigkeiten gibt", sagt Firmengründer Pasquale Natuzzi. „Aber sowohl seitens der Gewerkschaften als auch seitens der Wirtschaft ist man sich jetzt stärker bewusst", dass ein Wandel vonnöten ist, um das verarbeitende Gewerbe in Italien zu verteidigen, führt er weiter aus.

Die Forderungen der Unternehmen, die Arbeitskosten zu senken, kommen bei den Arbeitnehmern nicht gerade gut an. Nach dem langen Abschwung und verschiedenen Steuererhöhungen bleibt ihnen netto ohnehin schon weniger als früher. Das verfügbare Einkommen italienischer Privathaushalte ist gemäß den Angaben des staatlichen Statistikamts seit 2007 um 13 Prozent oder rund 2.400 Euro pro Kopf geschrumpft. In kaum einem anderen Land der Eurozone waren diese Einbußen so hoch wie in Italien.

Arbeit wird besonders hoch besteuert

Renzi hat die Senkung der Lohnsteuer zu einem seiner vorrangigsten Anliegen erklärt. In diesem Jahr soll sie um insgesamt 10 Milliarden Euro gekürzt werden, hat er versprochen.

Arbeit wird in Italien besonders hoch besteuert. Mitverantwortlich dafür ist der Umstand, dass Steuern, wie etwa Abgaben auf die Einkommen von Kleinunternehmen und Selbstständigen, durch die normalerweise die Lasten besser verteilt würden, weitgehend umgangen werden.

Italienische Unternehmer hinterziehen mehr als 50 Prozent der Ertragssteuern, die sie dem Staat schulden. Bei Kapitalerträgen liegt der Prozentsatz der Hinterziehungen gar bei 80 Prozent, schätzt die Banca d'Italia. Dass die Unternehmen beim Faktor Arbeit steuerlich so stark belastet werden, halte sie von Neueinstellungen ab und schwäche die Kaufkraft der Konsumenten, stellen Volkswirte fest.

Und selbst wenn Reformen von oben gesetzlich verordnet werden, heißt das noch lange nicht, dass sich deswegen tatsächlich auch etwas verändert. Bürokraten, die Gesetze mit Hilfe von Verwaltungsdekreten umsetzen müssen, schöben sie oft auf die lange Bank, weichten die Regelungen auf oder schrieben sie so lange um, bis keiner sie mehr verstehe, berichten Reformbefürworter in der Regierung. Als die Regierung von Enrico Letta im Februar abtrat, waren zwar rund 500 Gesetze verabschiedet, aber keines umgesetzt worden. Darunter befand sich auch eine Maßnahme, um die Zahl der Genehmigungen zu verringern, die Unternehmen brauchen, um ihr Geschäft aufzunehmen. Ein weiteres Gesetz beschäftigt sich mit der Digitalisierung bestimmter Vorgänge, um den Firmen die Behördengänge zu vereinfachen.

„Es gibt jede Menge Schwierigkeiten, der Bürokratie und der ganzen Staatsmaschinerie Beine zu machen", meint Graziano Delrio, Staatsekretär des Ministerpräsidenten. „Es gab da diesen Ansatz zu moderaten Änderungen, aber wir müssen einen Sprung beim gesamten Ablauf machen."

„In allen Bereichen fehlt oft das letzte Glied in der Kette, wenn es um die Umsetzung geht"

Der ehemalige Ministerpräsident Mario Monti hatte Anlauf genommen, den Dienstleistungssektoren, in denen die Gewinne der Etablierten durch Reglements geschützt werden, mehr Wettbewerb im Sinne der freien Marktwirtschaft einzuhauchen. Kaum hatte er den Reformvorschlag vorgelegt, traten die Taxi- und Fernfahrer, die Bahnarbeiter, Apotheker, Rechtsanwälte und Tankstellenbesitzer laut protestierend in den Streik. Sie bearbeiteten die Parlamentsabgeordneten, die Gesetzesvorschläge abzumildern. Doch selbst die entschärfte Fassung, die letztendlich verabschiedet wurde, habe kaum etwas bewirkt, weil die öffentliche Verwaltung sich nicht daran halte, erklärt Monti.

„In allen Bereichen fehlt oft das letzte Glied in der Kette, wenn es um die Umsetzung geht", sagt Monti zu seinen Reformanstrengungen. Er war nur 17 Monate lang als Ministerpräsident im Amt und stellt fest, dass er mehr Zeit gebraucht hätte, um es mit den unkooperativen italienischen Apparatschiks aufzunehmen. Doch er habe damals dringende haushaltspolitische Schritte einleiten müssen, um die italienische Schuldenkrise einzudämmen. „Eine Revolte der Bürokraten konnte ich mir da nicht leisten."

Einigen ausländischen Unternehmern dämmert gerade, wie hart es nach wie vor ist, auf den italienischen Markt vorzudringen. Die US-Transportfirma Uber zum Beispiel hatte im vergangenen Jahr ihren europaweit nicht ganz unumstrittenen Taxivermittlungsdienst in Italien an den Start gebracht. Das Start-Up bietet privaten Fahrern die Möglichkeit, ihren eigenen Wagen bei Uber anzumelden und dann Personen zu befördern. Die Fahrgäste ordern die Privatchauffeure über eine Smartphone-App herbei.

Die alteingesessenen italienischen Taxifahrer hätten die Uber-Fahrer wüst beschimpft, gibt der Neueinsteiger zu Protokoll. Die Gewerkschaft der Taxifahrer streitet ein aggressives Verhalten der Fahrer ab, verweist aber darauf, dass ihre Mitglieder ein Vermögen für ihre Taxi-Lizenzen bezahlt hätten. Derzeit koste eine Lizenz etwa 170.000 Euro. Sie böten eine öffentliche Dienstleistung an, die geschützt werden müsse.

„Während einer Phase des Umbruchs gibt es einige, deren Arbeitsplätze gefährdet sind. Und dann macht sich Protektionismus breit", meint dazu Benedetta Arese Lucini, Geschäftsführerin von Uber in Italien. „Leider hat Italien Angst davor, sich zu verändern."

Kontakt zu den Autoren: redaktion@wallstreetjournal.de

Warum muss sich nicht nur der Kapitän der Costa Concordia unangenehme Fragen gefallen lassen ?

Richtig - diese Frage hatten wir schon vor zwei Jahren , als das Kreuzfahrtschiff vor der Insel Giglio infolge Costa-Concordiaeiner "unerwarteten Begegnung" leck schlug und schliesslich in seiner Tod bringenden Schräglage endete . Die Antworten kommen jetzt nach und nach aus dem Gerichtssaal in Grosseto , wo seit einigen Monaten über die strafrechtlichen Verantwortlichkeiten verhandelt wird. Dabei gerät die Theorie des leichtsinnigen und alleinschuldigen Schiffskapitäns Schettino, der die volle Wucht internationaler Medienhäme zu spüren bekam und die Glaubhaftigkeit eines ganzen Landes in Mitleidenschaft zog, immer mehr ins Wanken. Die Zeremonie des "Inchino" d.h. Annäherung an das Festland unter nächtlicher Vollbeleuchtung und Hupen der Bordsirene , war eine werbewirksame und von der Reedergesellschaft ausdrücklich genehmigte Praxis. Herausgestellt hat sich auch , dass der Kurs der Costa Concordia vom 13. Januar 2012 nahezu identisch mit der am 5. August 2009 und 14. August 2011 eingeschlagenen Route (bis auf 230 m vor der Küste ) war. Wohl nicht ohne Grund wurde sie seinerzeit von der Versicherungsgesellschaft Lloyd als "mancato incidente" (Beinahe-Unfall) eingestuft . Merkwürdig auch die Tatsache, dass eine Befragung der betreffenden Kapitäne im Zeugenstand vom Richter abgelehnt wurde. Brancheninsider berichten, dass im Verlauf der Jahre eine Art Wettbewerb unter den Costa-Kapitänen entstand unter dem Motto " wer wohl der mutigste unter uns ist". Zudem gab es bereits vor dem Unglück bei der Costa Concordia drei Bordhavarien, die nicht den zuständigen staatlichen Überwachungsorganen gemeldet wurden. Mindestens genauso beunruhigend sind die auf dem Schiff herrschenden organisatorischen Gegebenheiten: Angefangen von dem schlecht ausgebildeten, kaum der italienischen Sprache mächtigen Personal und dem defekten Alarmsystem Mistral bis hin zu funktionsuntüchtigen Sicherheitstoren und Notstromaggregaten . Doch am schwersten wiegt wohl der Umstand, dass der indonesische Steuermann das von Francesco Schettino (richtigerweise) auf Englisch gegebene Ausweichkommendo nicht rechtzeitig befolgt und schliesslich auch noch gegensätzlich interpretiert hat. Auch das von den Medien wochenlang genüsslich ausgeschlachtete Gespräch mit der Küstenwache , bunt untermalt mit einem typisch italienischen Schimpfwort und der Aufforderung an den Kapitän , wieder an Bord zu gehen , steht nicht in Einklang mit der jüngsten Tatsachenenthüllung. Danach war dieser von einem Vorgesetzten der Reedergesellschaft nachweislich dazu aufgefordert worden , das Schiff nicht wieder zu betreten und die Evakuierung einem eigens dazu berufenen Safety Manager zu überlassen.
Noch unklar ist, ob im Prozessverlauf weitere , für den ( übrigens nicht italienischen, sondern amerikanischen Luxusliner ) kompromettierende Einzelheiten zur Sprache kommen. Fünf Costa-Angehörige haben sich inzwischen mit der Justiz im Schnellverfahren aussergerichtlich auf Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren geeinigt. Der (materielle) Schaden für die schon kurz nach dem Unglück von Costa mit einer Geldzahlung ruhig gestellten Reisenden lässt sich wohl als abgegolten bezeichnen. Offen bleibt, wieweit der unter dem Stichwort "Imageverlust " ausgelöste Schaden für das international geschätzte Urlaubsland Italien reparierbar ist. Der Schaden für die Hinterbliebenen der 32 Toten hingegen ist wohl nie wieder gut zu machen. Menschenleben als Tribut an unsere sensations- und profitgewohnte Spassgesellschaft ? nix Evviva ....auch kein Bella Italia

Das Rezept des Monats

torta-salata-ricotta-08 Torta salata (Lombardei)
Zutaten: 200 g Hefeteig, 300 g Frühlingszwiebeln, 1 rote und 1 gelbe Paprika, 2 Eier , 20 g Butter, 1dl Milch, 1 dl Küchensahne, Salz und Pfeffer
Zubereitung : Zwiebeln und Paprika säubern, in Streifen schneiden, in der Pfanne anschmoren, zusammen in einer Schüssel die Milch, Eier, Sahne mit Salz und Pfeffer verrühren, 22cm-Kuchenform mit Teig auskleiden, die Flüssigfüllung verteilen, in Ofen bei 180 Grad 40 Minunten lang garen - Buon appetito !
Tipp: warm servieren, auch mit anderen Gemüsesorten wie z.B. Broccoli , Zucchine, oder Radicchio probieren oder mit Schinken, Speck und Mozzarella kombinieren

Warum lohnt es sich , bei dieser Lady öfter mal reinzuhören ?

Anna-Calvi
Anna Calvi - britisch die Songs, italienisch die Wurzeln ........una meraviglia !
http://youtu.be/iMtz1d0ruAk

Warum ist die Ausbruchsfreudigkeit des Ätna künftig berechenbarer ?

Zu verdanken ist das den Forschern am Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia , die in Zusammenarbeit mit der Italienischen Weltraumagentur ASI neue Messmethoden zur Tätigkeit von Vulkanen entwickelt haben. vulkanausbruch-aetnaAls Experimentierfeld diente der 3.323 Meter hohe und mehr als 600.000 Jahre alte Ätna , der kürzlich von der Unesco zum Weltnaturerbe ernannt worden ist. Mithilfe der neuen Erkenntnisse, so die italienischen Wissenschaftler, können Vulkanausbrüche besser prognostiziert werden. Um die interne Struktur eines Vulkans und seine Funktionsweise zu untersuchen, konnte sich die Wissenschaft bislang nur Informationen bedienen, die von der Vulkanoberfläche selbst oder aus Eruptionsmaterial wie Lava und Asche stammten. Jetzt ist es anhand von Satellitenaufnahmen erstmals gelungen , durch Vulkantätigkeit entstehende Bodenverwerfungen zu messen . Durch Radarsatelliten mit synthetischer Apertur wie Ers/Envisat und Cosmo-SkyMed werden Daten verfügbar, die auch kleinste Veränderungen im Gravitationsfeld eines Vulkans aufspüren. Diese Veränderungen werden seit dem Jahre 2009 regelmässig an Europas grösstem aktiven Vulkan verfolgt . Mit ihrer Hilfe kann auch ohne äusserlich erkennbare Geländedeformationen die unter dem Vulkan vorhandene Magmamenge geschätzt werden. "Anhand neuer numerischer Modelle und Computersimulationen wird es künftig möglich sein, die sich meist überlagernden Vorgänge getrennt zu analysieren und bevorstehende Vulkanausbüche mit höherer Genauigkeit vorherzusagen, " so Projektleiter Eugenio Sansosti.

Warum es keine Verständigungsprobleme zwischen Deutschen und Italienern gibt ?

vicco-von-bc3bclow......das hat der unvergleichliche Loriot vor langer, langer Zeit gewusst . Einfach köstlich dieses Video http://youtu.be/xdL8Ny18XP0

Warum ist die oberitalienische Region Venetien auch in der kalten Jahreszeit eine Reise wert ?

Eine der verlockendsten Antworten heisst "Borgoluce" , ein 1.200 Hektar grosses Landwirtschaftsgut in der Nähe von Treviso mit mehreren Gästehäusern und zahlreichen Freizeitmöglichkeiten. CLIP0241Eine kleine Welt in einem grossen natürlichen Kreislauf: Mittelpunkt ist der Büffelstall in Verbindung mit einer Biogasanlage , die aus den agrarwirtschaftlichen Abfallstoffen elektrischen Strom und Heizwärme herstellt . Die dort mit eigenem Getreide gefütterten 300 Muttertiere stellen das Ausgangsmaterial für die Erzeugung von zahlreichen Milchprodukten , angefangen von der Mozzarella di Bufala , Ricotta, Crescenza , Caciotta und Robiola bis hin zu Fruchtyoghurt und Panna Cotta . BufaleEbenso wie ihre 850 "Kollegen" aus dem Rinderstall (Limousine, Charolaise) und die ganzjährig im Freigehege untergebrachten 200 Schweinen und 40 Schafen liefern sie den Grundstoff für ausschliesslich aus betriebseigenem Futter entstehende Schnitzel, Carpaccio , Ossobuchi und Steaks (das zarte , fettarme Büffelfleisch gilt als besonders protein-, vitamin- und eisenhaltig), aber auch deftige Salami , Pancetta , Sopressa oder Cotechini . CLIP0247Näher Interessierte können sich vom Fachpersonal zeigen lassen, wie Käse und Brot gemacht werden. Eine wertvolle Ergänzung zu den tierischen Erzeugnissen bilden die aus eigenem Anbau stammenden Polenta, Walnüsse sowie verschiedene Honigsorten und das kaltgepresste Olivenöl. All diese Naturgaben können im firmeneigenen Delikatessenladen und beim Frühstück verkostet werden. In der benachbarten Osteria wartet Küchenchef Jonnj Rui mit verschiedenen Mozzarella-Rezepten und lokalen Besonderheiten auf seine Gäste. Beinahe eine selbstverständliche (da regionaltypische) Ergänzung liefert der auf 70 Hektar Weinbergfläche angebaute Prosecco, ein besonders leichter und erfrischender Perlwein , der als Superiore Docg seit einigen Jahren die Anerkennung als höchste Qualitätsstufe geniesst.CLIP0245 Zwei stille Weissweine und drei ebenfalls auf dem Gut erzeugte Rotweine ergänzen die gastronomischen Gaumenfreuden. Eine besondere Attraktion des sehr kinderfreundlichen "Agroturismo" bilden das ohne Chemikalien auskommende biologische Schwimmbecken und das ebenfalls auf dem hundert Jahre alten Gut untergebrachte Bauernmuseum. Wer sich mit Spaziergängen und Reiten zwischen ausgedehnten Feldern, Wäldern und Weiden nicht zufrieden geben will, der kann das umfangreiche Freizeitangebot der Region (Trekking, Biken, Burgen, Weinstrasse) nutzen oder in weniger als einer Stunde auch Touristenmagneten wie Venedig und Padua erreichen. Detaillierte Infos über die Farmtätigkeiten sind auf den auch in englischer Sprache verfügbaren Internetseiten www.borgoluce.it und agritusrismo.borgoluce.it zu finden.

Das Rezept des Monats

vitello-tonnatoVitello Tonnato (Piemont)
Zutaten : 1 kg Rindfleischlende,1 Karotte,1 Zwiebel,1 Sellerie, 1 Glas Weisswein 200 g Thunfisch, 2 Sardinenfilets, 4 Eigelb, Olivenöl, Salz, Kapern , Zitronensaft
Zubereitung: Rindfleisch mit Karotte, Sellerie, Zwiebel , Weisswein und Salz in Wasser garen , Maionaise aus dem geschlagenen Eigelb und damit verrührtem Olivenöl zubereiten, Püree aus Thunfisch und Sardinen herstellen, mit Salz und Zitronensaft abchmecken, auf die kalten Rindfleischscheiben giessen und mit Kapern garnieren - Fertig ist der Schmaus!

Warum erfreut sich der Prosecco immer grösserer Beliebtheit ?

Der Prosecco besticht insbesondere durch seine spritzige Frische und sein fruchtiges Aroma.Wegen des relativ geringen Alkoholgehaltes eignet er sich auch als Aperitiv oder für kleine Zwischenmahlzeiten .Prosecco Ausserdem ist das strohgelbe Modegetränk preisgünstiger - in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein nicht zu unterschätzender Aspekt- als seine prestige- und perlreicheren Verwandten. Im Gegensatz zum Sekt und Champagner handelt es sich um einen Perlwein ,der ohne Zusatzgärung entsteht : Dem aus Prosecco-Trauben gewonnenen stillen Grundwein wird Kohlensäure unter Druck und Kühlung zugesetzt. Allerdings kann er auch als "Spumante " sprich : Schaumwein oder Sekt verkauft werden, wenn er im Tank oder in der Flasche vergoren wurde. In diesen Fällen liegt er in Sachen Alkoholgehalt und Abfülldruck deutlich über dem normalen Prosecco "Frizzante" . 2009 wurde dieses gerne von Fälschern imitierte Naturgeschenk zum Qualitätswein der Güteklasse DOC (Denominazione di origine controllata) deklariert. Seitdem darf Prosecco noch aus dem italienischen Nordostregionen Venetien und Friaul Julisch-Venetien stammen . Am bekanntesten sind die Anbaugebiete von Valdobbiadine und Conegliano. Die zuletzt bei 68 Millionen Flaschen liegende Jahresproduktion des Conegliano Valdobbiadine Superiore geht zu 60% in den Export, wobei Deutschland und die Schweiz als Abnehmerländer über die Hälfte auf sich vereinigen. Besonders rasch war der Siegeszug in Deutschland , wo die Importe im Zeitraum 2002 bis 2011 von 3 auf 8 Millionen Flaschen hochgeschnellt sind. Achtung : Bei 8 Grad Celsius servieren und schnell austrinken - sonst wird er leicht schal im Geschmack . Salute ! Zum Wohl !

Warum ist das Befahren der Adria-Autobahn sicherer geworden ?

Die Autohahngesellschaft Autostrade per l' Italia auf der Autobahn A14 zwischen Cattolica und Fano einen hochmodernen Tunnel in Betrieb genommen.DSC00017 Der 800 Meter lange "Novilara" verfügt über jeweils drei Fahrspuren in beiden Fahrtrichtungen. Ein mit Led-Technik ausgestattetes Beleuchtungsystem und eine über die kommunale Wasserversorgung gespeiste Brandschutzanlage sorgen für optimale Sicherheit. Aus den Haltebuchten können in Gefahr geratene Personen über einen darunterliegenden Notausgang mit eigener Beleuchtung und Ventilation evakuiert werden. Über den Verkehrsfluss wachen Kameras, die automatisch auch die Bewegungen von Fussgängern aufnehmen und gegebenfalls Allarm auslösen. . Die sieben Notrufsäulen sind zudem von Behinderten bedienbar. Autostrade per l' Italia teilte mit, dass bis Sommer diesen Jahres auch der Autobahnabschnitt Pesaro - Fano dreispurig ausgebaut sein wird. Buon viaggio !

Warum es den Italienern schlechter geht ?

Das versucht ein Artikel in der letzten Ausgabe der schweizerischen Handelszeitung zu erklären:
PICT3531"Italiens jahrelange Wirtschaftsmisere hat einer Studie zufolge zu einem massiven Wohlstandsverlust in der Gesellschaft geführt. Das durchschnittliche Haushaltsvermögen in Italien ist in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 40 Prozent gesunken, wie aus einer Untersuchung des Forschungsinstituts Censis hervorgeht. Im Jahr 2011 verfügten italienische Familien demnach im Schnitt über ein Vermögen von 15'600 Euro, zehn Jahre zuvor waren es noch 26'000 Euro. Eine lange Rezession nach einer langen Phase der stagnierenden Wirtschaft setzt den Italienern zu. Dabei geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander: Die Zahl der Familien mit einem Vermögen von mehr als 500'000 Euro hat sich in dem Untersuchungszeitraum fast verdoppelt.Gleichzeitig sank der Anteil, den Familien der Mittelschicht am Gesamtvermögen der Italiener haben, um 18 Prozentpunkte auf etwas mehr als 48 Prozent.Die knapperen Finanzen wirkten sich der Studie zufolge auf das Konsumverhalten der Italiener aus: Vier von zehn Familien gaben an, auf Ferien zu verzichten und weniger Geld für Kleidung auszugeben. Fast drei Viertel der Befragten sagten, sie achteten beim Einkauf auf Sonderangebote. Eine von zehn Familien erklärte, in den vergangenen zwei Jahren Gold oder Schmuck verkauft zu haben, um an Bargeld zu kommen. Für fast 18 Prozent der Familien reicht das Einkommen nicht aus, um sämtliche Ausgaben abzudecken."

Warum das Land Komiker wie diesen braucht ?

Ingambissimo Brignano , ein Meister seines Fachs ! Einfach köstlich dieses Video .....
brignano_1248880876 http://youtu.be/UJ9GbbKaKm4

ItaliaSi ! ItalienWie ?

Fragen eines Dauermigranten

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Warum ein Italien-Blog ?

Seiten über Bella Italia gibt es auch im Internet zur Genüge. Warum also ItaliasiItalienwie? Weil dieses Land selten richtige und kaum definitive Antworten zulässt. Diesen Eindruck habe ich jedenfalls in drei Jahrzehnten Migration * gewonnen. Deshalb werde ich meine Einträge alle mit einem wissbegierigen "Warum" beginnen. Je kontroverser und heftiger die sich daraus ergebende Diskussion, um so grösser die Daseinsberechtigung dieses Blogs. Aldomigra bietet nur eine von vielen möglichen Antworten . Deshalb sind Alternativantworten in Form von Kommentaren sehr willkommen. WICHTIG: Wer sich aktiv am Blog beteiligen und Kommentare verfassen will, kann sich bei Twoday.net unter einem von ihm bestimmten Benutzernamen und Passwort anmelden.

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